Das Treiben. Das Ziselieren. Das Hämmern.

Das Treiben. Das Ziselieren. Das Hämmern.

Es geht hier nicht etwa um ein wildes Wettertreiben, sondern es geht um das sanfte Treiben von Edelmetall, in alle vier Himmelsrichtungen – eine der wichtigsten Handfertigkeiten des Goldschmieds.

Auf dem Bild oben sehen Sie den Treib- und Ziselierhammer.

Ich vergleiche ihn am Liebsten mit dem Bogens eines Streichinstrumentes. 

Die Form ist sehr ähnlich. In der Mitte wird er schlank und schmal. Das Gewicht muss perfekt verteilt sein. Es geht darum, das Schwergewicht zu nutzen – sowohl beim Bogen des Musikers als auch beim Ziselierhammer des Goldschmieds. Der Bogen „fällt“ auf die Saiten des Instrumentes, wird dann mit sanftem oder stärkerem Druck geführt. Der Ziselierhammer endet hinten in einer Zwiebelform, die wie ein Ei in der Hand liegt. Durch das Gewicht des Schlagelementes aus Eisen und dem sehr schlanken Mittelteil fällt der Hammer wie von selbst auf das Handstück, und so entsteht ein rhythmischer Fluss im handwerklichen Moment. Dieser führt zu einem ebenmäßig schönen Ergebnis.

Was ist Treiben?

Das in die konkave oder konvexe Form bringen eines ursprünglich flachen Stückes Metall. Getrieben wird beispielsweise eine Schale. Dazu benutzt man die Kugelseite des Ziselierhammers oder aber größere Kugelpunzen. Das Metall wird in ein warmes Pech eingelegt, das Sie auf einem der unteren Bilder in einer Art Salatschüssel aus Eisen sehen können. Wenn das Pech fast kalt geworden ist, wird getrieben. Da das Hämmern das Metall stark härtet, muss das Metall zwischendurch immer wieder abgenommen, geglüht und gereinigt werden.

Ziselieren wiederum ist das Eintreiben von Ornamenten. Dieser Prozess findet nach dem Treiben statt. Ziseliert wird mit unterschiedlichen Punzen, deren Spitzen je nach Bedarf vom Goldschmied selbst unterschiedlich geformt werden.

Der Ziselierhammer fällt dabei mit der Flachseite elastisch leicht und doch mit seinem ganzen Gewicht gezielt auf die Punze – Sie soll dabei vom Hammer fast geschoben werden. Nur selten schlägt der Goldschmied von oben auf.

Nun zum Hämmern:

Hier wird das Gold oder Silber auf einer härteren Unterfläche bearbeitet, und zwar auf dem Stahlblock oder auf einem Holz. Wir verwenden dann gern unseren alten Baumstamm. Auf dem Stahlblock gehämmert, sieht man die Schläge stärker, und dünnes Gold wellt sich schon nach kurzer, geübter Bearbeitung.

Wollen Sie mehr über diese jahrhundertealte Kunst erfahren?

Ihr Lieblingsornament in eine Gürtelschnalle ziselieren lassen? Ein paar hauchdünn getriebene Goldblätter probieren?

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